Frankfurt/​Rhein-Main

Klimagerechtes Flächenmanagement · 2015 – 2016

Frankfurt/​Rhein-Main: Der Siedlungstyp des Massenwohnungsbaus bietet in den Abstandsflächen immer noch genug Platz, um das Quartier im Bestand zu bebauen.

Kenngrößen

Bundesland

Hessen

Auftraggeber

Regionalverband FrankfurtRheinMain

Verwaltungsgröße

75 Mitgliedskommunen

Fläche

2.459 qkm

Untersuchungsgebiet

8 Musterquartiere: 4 in Frankfurt am Main, 4 in Bad Homburg

Einwohnerzahl

2.221.910

Projektpartner

werk.um architekten, Darmstadt /​ Prof. Dr. Dagmar Everding, Fachbereich Ingenieurwissenschaften, Hochschule Nordhausen

Ansprechpartner

Historie

Links

Städtebauliche und klimatische Studien und Bewertungen im Rahmen eines Klimaschutzteilkonzepts

Unter dem Motto "Entwicklung von Innen!“ hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain eine Aufgabe ausgeschrieben, die Spielformen einer Innenentwicklung in beispielhaften Quartierstypen entwerfen und energetisch berechnen lässt.

Das Haushalten mit dem Boden als einer endlichen Ressource ist in einer wirtschaftlich erfolgreichen und gerne bewohnten Region, wie der Region FrankfurtRheinMain, wichtiger Teil der Entwicklungspolitik. Um eine gemeinsame Linie und Zielrichtung für die zukünftige Entwicklung der im Regionalverband beteiligten Kommunen zu erreichen, muss ein Flächenmanagement über kommunale Grenzen hinweg organisiert werden. Flächenmanagement führt zu einer ressourcensparenden Entwicklung und einer rücksichtsvollen Weiterentwicklung bestehender Strukturen.

Flächenmanagement setzt, wenn es den Empfehlungen einer Innenentwicklung folgt, in erster Linie auf die Nutzung von Bestandsgebäuden, von Baulücken oder auf die Umnutzung von Brachen. Dabei fordert das Flächenmanagement einen kreativen und verantwortungsvollen Einsatz der Bauleitplanung und es stellt sich einer baukulturellen Herausforderung.

Nachverdichtung hat sich dabei als ein Schlüsselbegriff erwiesen, der aus mehreren Motiven erwachsen ist. Nachverdichtung kann sich dabei als mehrfach nützlich erweisen, u. a.

  • als Schutz von Natur und Landschaftsbild

  • als Antwort auf einen hohen Wohnungsbaudruck

  • zur optimierten Nutzung bestehender Infrastrukturen

  • als Strategie der verkürzten Wege in besiedelten Gebiete

  • als Strategie im Klimaschutz

Eine zentrale Aufgabe ist es, für verschiedene Siedlungstypen Planungsalternativen für die Nachverdichtung zu entwerfen. Der Begriff schillert zwischen bauwirtschaftlichem Kalkül und ehrlich gemeinten Absichten zu Landschaftspflege und Klimaschutz.

Frankfurt/​Rhein-Main: Schaubild: Siedlungstypologisches Nachverdichtungspotential nach kommunaler Bewertung (in Wohneinheiten) sowie kommunale Prioritätenbildung
Frankfurt/​Rhein-Main: Grün- und Zwischenräume müssen sorgfältig auf ihre bisherige Nutzung hin beurteilt werden.