UmbauStadt · Urbane Konzepte · Stadtplanung · Architektur

Tübingen

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Wurster&Dietz-Areal Derendingen

4. Preis bdfw+ (UmbauStadt Weimar) mit Marcus Hamberger

2005

DER ORT IM ORT Im vorstädtisch aufgelockerten Umfeld zwischen Derendingen und Tübingen hat das Wurster & Dietz– Areal einst einen Ort besetzt, der baulich markant war und der eine wichtige Rolle im Gefüge seiner Umgebung spielte. Konversion heißt jetzt, eine neue Nutzung zu finden und frühere Bedeutungen sichtbar zu lassen. In der Tradition des Grundstücks ist ein ‚typologisches Anderssein’ zum Umfeld vorprogrammiert. Diese Möglichkeit zu einem charakteristischen und kompakt bebauten neuen Lebensraum schöpft der städtebauliche Entwurf aus. Um das ehemalige Maschinenmagazin legen sich öffentliche Räume, die zwischen Dorfkern, dem westlich gelegenen Schulzentrum und den angrenzenden Landschaftsräumeneinen eigenen Ort formulieren. Das Maschinenmagazin ist dabei der Geschichtsträger, den das Industrieareal von ‚Wurster & Dietz’ hinterlässt.

WOHNVARIANTEN UND INTERESSENTENGRUPPEN Eine erkennbare Nachbarschaft von ca. 15 Wohneinheiten setzt sich zusammen aus einem Ost-West orientierten StadtHaustyp (SH), der mit einer bodengebundenen GruppenHausreihe (GH) einen Gartenhof bildet. Die viergeschossigen StadtHäuser bestimmen wie Marksteine die Silhouette und die Konturen des Gesamtquartiers und verankern die Wohngruppen zur Straße hin.

In den zwei geschlossenen Blocks nördlich des ‚Platzes am Maschinenmagazin’ nimmt ein städtischer Haustyp Stockwerkswohnungen auf, um im Zusammenhang mit dem nahe gelegenen Seniorenheim kleinere Wohnungen oder Wohnen mit Service anzubieten.