Internetpräsentation des Modellvorhabens |
Das Blumenviertel in Gießen wurde als einer von bundesweit sechs Modellstandorten des ExWost-Forschungsfeldes "Kostengünstige und qualitätsbewusste Entwicklung von Wohnungsobjekten im Bestand" ausgewählt. Das Reihenhausquartier mit über 170 Einfamilienhäusern wurde Ende der Fünfzigerjahre erbaut und bildet eine geschlossene Einheit mit städtebaulicher und architektonischer Qualität. Um- und Anbauwünschen zeigen einen wachsenden Veränderungsdruck an. Bislang hat der Gebäudebestand aus den späten Fünfziger- und Sechzigerjahren außer individuellen Ergänzungen keine wesentlichen Veränderungen erfahren.
Heute entsprechen die Reihenhäuser mit ihrer geringen Wohnfläche und ihrer technischen Ausstattung nicht mehr dem Standard. Die sanitäre und technische Grundausstattung der Häuser ist für heutige Ansprüche ungenügend, der Bauzustand entspricht konstruktiv und bauphysikalisch nicht aktuellen Standards. Folge ist u.a. ein erheblicher Wertverlust der Häuser in den letzten Jahren.
Ziel des Projektes ist es, der stark gealterten Bewohnerstruktur und neu zuziehenden Bewohnern eine Anpassung an ihre Lebensbedürfnisse im Bestand zu ermöglichen. Auf Basis bereits bestehender Einzelinitiativen sollen Möglichkeiten gefunden werden, die Einzelhäuser an geänderte Markterwartungen anzupassen und so auch hinsichtlich des anstehenden Generationswechsels ihren Wert zu erhalten. Im Zentrum des Projektes stehen Aktivierung, Moderation und Koordinierung der Einzelinteressen zugunsten kostengünstiger Umbaumaßnahmen, die aber die städtebauliche Qualität des Quartiers - und damit seine Identität - erhalten.
Projektdaten
Bauzeit der Siedlung: 1958-1964
Siedlungsfläche: 25 ha
Hausgrößen: 80 bis 95 qm
Bewohner in der gesamten Siedlung: 388 (2005)
Ergebnisse des Modellvorhabens, u.a.:
Fünf Eigentümerversammlungen, ein Eigentümerworkshop
Katalog der Möglichkeiten,
d.h. Sanierungs- Umbauvarianten für alle Haustypen
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